Nachschlagewerk

Format-Guide

Ein knapper Überblick: wofür sich welches Format eignet — und wo die Stolperfallen liegen. Wer es lieber spielerisch mag, testet sein Wissen stattdessen in der Format Arena.

PNG

Verlustfrei und transparent — ideal für Screenshots, Icons und Logos mit wenigen Farben.

Gut für

  • Screenshots & UI-Grafiken mit scharfem Text
  • Logos und Icons mit transparentem Hintergrund
  • Bilder, die später verlustfrei weiterbearbeitet werden sollen

Vorsicht bei

  • Fotos: PNG ist verlustfrei und bei feinen Farbverläufen deutlich größer als JPEG, WebP oder AVIF
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JPEG

Der Foto-Standard: gute Kompression, von praktisch jedem Gerät und Programm unterstützt.

Gut für

  • Fotos und Bilder mit weichen Farbverläufen
  • Social-Media- und E-Mail-Vorschaubilder, wo Kompatibilität zählt

Vorsicht bei

  • Text und Screenshots: sichtbare Blockartefakte und Unschärfe an scharfen Kanten
  • Wiederholtes Bearbeiten und erneutes Speichern verschlechtert die Qualität weiter (Generationsverlust)
  • Keine Transparenz möglich
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SVG

Vektorformat — bleibt bei jeder Größe gestochen scharf, vom Favicon bis zum Messeplakat.

Gut für

  • Logos, Icons und Diagramme mit klaren Formen
  • Alles, was bei jeder Bildschirmgröße gleich scharf bleiben muss

Vorsicht bei

  • Fotorealistische Inhalte — dafür ist ein Rasterformat geeigneter
  • Nutzer-hochgeladene SVGs direkt einzubetten: können eingebettetes JavaScript enthalten (XSS-Risiko) — serverseitig sanitisieren oder nur als <img> einbinden
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WebP

Moderner Allrounder: ersetzt JPEG und PNG gleichermaßen, plus Transparenz und Animation.

Gut für

  • Fotos und Grafiken, wenn kleinere Dateien als JPEG/PNG bei breiter Browserunterstützung gewünscht sind
  • Transparente oder kurz animierte UI-Elemente

Vorsicht bei

  • Vereinzelt ältere Tools/Systeme ohne WebP-Unterstützung — im Zweifel mit einem JPEG/PNG-Fallback über das <picture>-Element ausliefern
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AVIF

Aktuell meist die kleinsten Dateien bei vergleichbarer Qualität — mit langsamer Kodierung als Kompromiss.

Gut für

  • Statische, einmal gebaute Assets (Build-Zeit-Kompression), wo maximale Kompression zählt

Vorsicht bei

  • Echtzeit-Verarbeitung vieler gleichzeitiger Uploads: Kodierung ist ca. 3× langsamer als WebP
  • Etwas geringere Browser-Unterstützung als WebP — Fallback einplanen

GIF

Für Bewegtbild heute meist die falsche Wahl — dafür gibt es deutlich effizientere Alternativen.

Gut für

  • Nur noch selten: sehr einfache Standbilder mit wenigen Farben, wo Kompatibilität mit uraltem Tooling zählt

Vorsicht bei

  • Animation: auf 256 Farben pro Frame limitiert, dadurch für Bewegtbild extrem ineffizient komprimiert
  • Ersetze animierte GIFs durch <video autoplay loop muted playsinline> (MP4/WebM) — ein web.dev-Benchmark zeigt, wie ein 3,7-MB-GIF so auf rund 341 KB schrumpft
  • Für kurze, transparente UI-Loops ohne Video-Bedienelemente: animiertes WebP oder APNG statt GIF
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Praxis-Tipp

Selbst konvertieren oder verkleinern?

Für den schnellen Formatwechsel oder das Verkleinern einzelner Bilder eignet sich Squoosh hervorragend — ein kostenloses Tool von Google Chrome Labs, das komplett im Browser läuft (WebAssembly). Bilder werden dafür nirgendwo hochgeladen, alles passiert lokal. Man kann JPEG, PNG, WebP und AVIF direkt im Browser gegeneinander vergleichen und die Kompression per Schieberegler live sehen, bevor man exportiert.

Randnotizen

HEIC/HEIF ist das Standardformat vieler Smartphone-Kameras (z. B. iPhone), wird aber außerhalb des Apple-Ökosystems im Web kaum direkt unterstützt — für den Web-Einsatz meist zu JPEG/WebP/AVIF konvertieren.

ICO ist das klassische Favicon-Format; moderne Browser akzeptieren dafür inzwischen auch SVG und PNG.